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07.05.2018 Karies & Parodontitis vorbeugen

Die Bakterien unserer Mundflora bilden ein natürliches Gleichgewicht, welches jedoch durch erhöhten Zuckergehalt unserer Nahrung und durch mangelnde oder falsche Pflege ernste Probleme verursachen kann. Karies und Parodontose zählen zu den häufigsten Zahnerkrankungen.

 

Karies

Hauptverursacher von Karies ist das Bakterium Streptococcus mutans, welches durch seinen Stoffwechsel die aufgenommenen Kohlenhydrate in Säure umwandelt. Diese Bakterien reichern sich im Zahnbelag an, welcher auch als Plaque bezeichnet wird. Diese Kombination aus Nahrungsresten, Speichel und Bakterien setzt sich in den Zahnzwischenräumen fest und verdichtet sich mit der Zeit. Dies bietet einen idealen Lebensraum für die schädlichen Bakterien und durch die entstehende Säure wird der Zahnschmelz angegriffen. Die Säure löst die Mineralien aus dem Zahnschmelz und macht diesen mit der Zeit porös, wodurch die Oberfläche sich zunächst dunkel verfärbt und schließlich als Loch einbricht. Viele Patienten bemerken dies oft nicht, auch wenn sich der Vorgang durch entsprechende Verfärbungen ankündigt. Erst nach der Durchbrechung des Zahnschmelzes treten die typischen Schmerzen auf.

Weiterführender Artikel: mit den Assistenten der Zahnbürste, geben Sie Karies und Parodontitis erst gar keine Chance

Als Behandlungsmaßnahme bohrt der Zahnarzt den betroffenen Zahn auf und entfernt die vorhandene Karies. Meist reicht die Verschließung des Loches mit einer Füllung aus. Ist die Karies jedoch bis zur Wurzel vorgedrungen, kann auch eine Wurzelbehandlung notwendig sein. Durch die Entfernung von Zahnsubstanz und Zahnnerv kann hier durch eine Füllung aus Kunststoff oder anderer Substanzen der Zahn wieder funktionell hergestellt werden. Dadurch wird er nicht komplett entfernt und muss vorerst nicht durch einen Zahnersatz ausgetauscht werden.

 

Parodontitis / Gingivitis

Wenn Zahnbelag nicht entfernt wird, kann es ebenso durch die Ausscheidungen der Bakterien zu einer Irritation des Zahnfleisches kommen. Durch den Plaque kann sich der Zahnfleischsaum entzünden und bluten. Dies wird vom Zahnarzt als Gingivitis bezeichnet und kann leichter in den Griff bekommen werden als spätere Stadien. Problematisch wird es jedoch, wenn die Zahnbeläge nicht entfernt werden und der Zahnfleischsaum sich weiter entzündet und anschwillt. Dadurch steht er weiter vom Zahnhals ab und es bilden sich Zahnfleischtaschen. Diese bietet noch mehr Angriffsfläche für Plaque und Bakterien, was mit Schmerzen und weiteren Blutungen einhergehen kann. Durch die Immunantwort des Körpers auf die Entzündung, kommt es verstärkt zum Abbau von Kieferknochen und Haltefasern. Der Zahnarzt spricht nun von einer Parodontose, da der Zahn seinen Halt verliert und schließlich ausfallen kann. Parodontitis verläuft zu Beginn schmerzlos und bleibt meist eine lange Zeit unentdeckt. Durch regelmäßige Zahnarztbesuche wird dies jedoch schnell durch den Zahnarzt erkannt und dieser entfernt die Bakterien aus den Zahnfleischtaschen und den verursachenden Zahnbelag (umgangssprachlich auch "Parodontosebehandlung" genannt).

Die beste Prophylaxe gegen Karies und Parodontose stellt eine optimale Reinigung und Pflege der Zähne dar. Durch die Entfernung von Nahrungsresten wird die Bildung von Plaques vermindert und dadurch wird den Bakterien eine wichtige Grundlage zur Vermehrung entzogen. Durch gründliche Zahnreinigung (weiterlesen: Richtig Zähneputzen), regelmäßige Zahnarztbesuche in Kombination mit einer durchdachten Prophylaxe und rofessionellen Zahnreinigungen, bleiben die Zähne länger gesund und können durchaus bis ins hohe Alter erhalten bleiben.